Der Steirische Fußballverband informiert...

ÖFB Social Football Award 2021 vergeben

Der erste Platz in der Kategorie Inklusion/Integration geht an die Panthera Graz Futsal Akademie

Bereits zum vierten Mal vergibt der ÖFB 2021 den Social Football Award für herausragende Leistungen und Engagements im sozialen Bereich. Dieser Preis soll Vereine, Fans und Initiativen jeglicher Art für ihr soziales Engagement im Fußball auszeichnen. Die eingereichten Projekte werden dabei in den drei Kategorien „Inklusion/Integration“, „Soziale Verantwortung“ und „Ehrenamt“ prämiert. Für die drei Gewinner der jeweiligen Kategorie wartet eine Prämie von jeweils 5.000 EUR, 3.000 EUR und 1.000 EUR. Insgesamt schüttet der ÖFB somit 27.000 EUR für alle neun Gewinner des Awards 2021 aus.

In einer Jurysitzung wurden gemeinsam mit dem BMKOES und Sport Austria folgende Projekte als diesjährige Gewinner ausgewählt:

Kategorie Inklusion/Integration

Der erste Platz in der Kategorie Inklusion/Integration geht an die Panthera Graz Futsal Akademie. Die Gewinner aus der Steiermark zeigen mit ihrem Projekt, wie Integration durch Fußball und Futsal gelingen kann.

Sebastian Huber, Panthera Graz Futsal Akademie: „Als wir 2019 unseren Verein Panthera aus der Taufe hoben, starteten wir mit der einfachen und zugleich auch naiven Idee, Menschen in prekären Lebenssituationen, Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund sowie Familien aus finanziell schwierigeren Verhältnissen die Möglichkeit zu bieten, über Fußball und Futsal gesellschaftlichen Anschluss zu finden. Der Sieg beim ÖFB Social Football Award ist daher Motivation und Triebfeder zugleich, um einerseits weitere Projekte und Ideen umzusetzen, andererseits aber auch Mittel, um bestehende Angebote zu verfeinern."

Den zweiten Platz belegt dieses Jahr das Special Needs Team des spusu SKN St. Pölten. Seit Jahren wird hier kontinuierlich und nachhaltig daran gearbeitet, Menschen mit Handicap die Möglichkeit zu bieten, Fußball zu spielen und am gesellschaftlichen Leben in Niederösterreich teilzunehmen. Von der Fachjury auf den dritten Platz wurde die Initiative „Die kleinen Engel“ gewählt, die in Kärnten zuhause ist. Das Projekt bietet minderjährigen Geflüchteten regelmäßige Fußballtrainings an.

Dieter Brosz, MSc, BMKOES Leitung Sport und Gesellschaft: „Fußball als die Sportart mit der größten Zahl aktiver Sportler und Sportlerinnen und dem größten Faninteresse in Österreich bietet alle Voraussetzungen, um Inklusion und Integration in der Praxis auch zu leben. Der ÖFB holt mit dem gut dotierten Social Football Award Initiativen vor den Vorhang, die hoffentlich auch zum Vorbild für andere werden. Es ist ganz wichtig, noch mehr Menschen unabhängig von ihrer persönlichen Geschichte durch Sport im Allgemeinen und Fußball im Besonderen Möglichkeiten zur Teilhabe zu bieten."

Dr. Thomas Hollerer, Generalsekretär Österreichischer Fußball-Bund: „Unser Ziel im ÖFB ist es, allen Menschen die Möglichkeit zu bieten, am Fußball teilzuhaben. Mit unserem Award und den ausgezeichneten Projekten wollen wir aufzeigen, welche Initiativen es in Österreich gibt und diese auch entsprechend honorieren. Inklusion/Integration kann nur gemeinsam gelingen und dafür möchten wir allen danken, die sich auf diesem Gebiet engagieren."

Kategorie Soziale Verantwortung

Mit einem tollen Event konnte der ASKÖ Ebelsberg den ersten Platz in der Kategorie „Soziale Verantwortung“ erringen. Der Verein aus Oberösterreich organisierte gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Sport eine große Blutspende-Aktion, um die Reserven der Blutzentrale in Oberösterreich wieder aufzufüllen.

„Für uns als Verein bedeutet das so extrem viel, und es bestätigt unseren Weg den wir jetzt noch motivierter im sozialen Bereich weiter gehen“, so Mario Weindl, ASKÖ Ebelsberg.

Der zweite Platz in dieser Kategorie geht an den „neunerhaus FC“ aus Wien. Das Neunerhaus verhilft wohnungs- und obdachlosen Menschen durch den Fußball wieder Halt im Leben zu finden. Die regelmäßige Teilnahme an Turnieren sieht vor, eine dauerhafte Bindung zwischen den Menschen aufzubauen. Platz 3 in der Kategorie geht an das Projekt „Foulspiel“ – ein Aufklärungsfilm zum Thema Sexismus im Fußball. Hierbei handelt es sich um ein Filmprojekt der Filmklasse der Schüler*innenschule des Wiener WUK. Ziel des Projekts ist es, auf Problemfelder und veraltete Strukturen im Nachwuchsfußball aufmerksam zu machen.

Sport Austria- Geschäftsführer Gerd Bischofter: "Sport ist mehr als Sieg oder Niederlage. Sport sorgt für gesellschaftlichen Zusammenhalt auf vielen Ebenen. Deshalb halte ich den ÖFB Social Football Award auch für eine besonders wertvolle Auszeichnung. So werden Projekte und Menschen vor den Vorhang geholt, die diese gesellschaftspolitische wichtige Funktion des Sports mit tollen Initiativen sichtbar machen. Herzliche Gratulation allen Gewinnern und ein großes Dankeschön für alle eingereichten Projekte!"

Mag. Bernhard Neuhold, Geschäftsführer ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH: „Fußball trägt zum sozialen Zusammenhalt bei. Gerade in Fußballmannschaften lernen die Spielerinnen und Spieler, was es bedeutet für Mannschaftskollegen da zu sein. Wir sind sehr glücklich über die große Anzahl an Einreichungen und das Engagement, das von Vereinen und Funktionären an den Tag gelegt wird. Gerade in diesen Zeiten sehen wir alle, wie wichtig der soziale Zusammenhalt in Österreich ist."

Kategorie Ehrenamt

Als bestes Projekt in der Kategorie Ehrenamt wurden heuer die „Kings of Klessheim“ aus Salzburg ausgezeichnet. Das Projekt bezeichnet sich selbst als Auffangbecken für Unruhestifter. Mit enormem Einsatz und auch privaten finanziellen Mitteln konnte ein Projekt ins Leben gerufen werden, das sich dem Thema Straßenfußball in Salzburg annimmt.

„Uns hat mal ein sehr weiser Mann gesagt: ‚Die Welt ist meistens grau, also bringt Farbe ins Spiel und wenn ihr nur einen Menschen erreicht, ist das wahnsinnig viel.‘ Seitdem war uns immer bewusst, dass, wenn aufgrund unserer Arbeit vereinzelt Freudentränen flossen oder ehrliche Umarmungen die harten Schalen einiger unserer Jungs knackten, es sich nicht einfach nur um kleine Momente handelte, sondern um unermessliche Momente, die essenziell für die Harmonie in unserer Community waren, sind und sein werden, sagt Jovan Gruban, Kings of Klessheim.

Den zweiten Platz belegt das Projekt „Dorfplatz Super League“ aus Oberösterreich. Die beiden Vereine Union Schlierbach und SV Molln wollten mit diesem Projekt ein Zeichen für den Amateur-Fußball und gegen die Entwicklung im europäischen Profi-Fußball setzen. Die Einnahmen aus den Amateurspielen wurden alle gespendet und kamen einem guten Zweck zu Gute. Der dritte Platz ging an die „Red Eagles Austria“ aus Tirol. Der offizielle ÖFB-Fanklub konnte trotz Pandemie mehrere Spendenaktionen erfolgreich durchführen und mehr als 12.000 EUR sammeln. Diese Spenden kamen der österreichischen Tumorforschung, den Herzkindern und dem Projekt „we kick Corona“ zu Gute. „Es ist uns eine große Ehre, dass der ÖFB unser soziales Engagement würdigt, und wir freuen uns sehr über diese schöne Auszeichnung. Unter dem Motto ‚Gemeinsam sind wir stark‘ werden wir uns auch weiterhin für in Not geratene Menschen einsetzen“, sagt Robert Schweighofer, Obmann Red Eagles Austria.

Der ÖFB ist stolz auf die sozialen Leistungen, die tagtäglich von den Vereinen und Personen im Fußball erbracht werden. Diese Projekte tragen alle zur allgemeinen Gesundheit und zum Zusammenhalt in Österreich bei und unterstreichen die vielfältigen gesellschaftspolitischen Aufgaben, die der organisierte Fußball in all seinen Facetten abbildet.